Abitur in 12 Jahren - Gymnasialzeit reduziert auf 8 Jahre (G8)
Fakten
Der Kritik an G8 liegen folgende Fakten zu Grunde:
- Planlose Einführung von G8:
- 2013 werden 2 Jahrgänge gleichzeitig Abitur machen.
- Bei Einführung von G8 gab es keine überarbeiteten Lehrpläne, Schulbücher und sonstige Unterrichtsmaterialien.
- Randbedingungen für eine erholsame Mittagspause liegen an den wenigsten Gymnasien vor: es gibt weder Kantinen noch geeignete Aufenthaltsmöglichkeiten.
- Folgen für die Schülerinnen und Schüler:
- Überforderung durch das Tempo der Lernstoffvermittlung.
- Zu wenig Freizeit und Wegfall von Möglichkeiten, ihren Hobbies, sowie Aufbau und Pflege von Freundschaften nachzugehen
- Weniger Zeit zur Charakter und Persönlichkeitsentwicklung.
- Zunahme körperlicher und psychischer Erkrankungen, z.B. psychosomatische Beschwerden und Schlafstörungen
- Schon in der Grundschule ist erhöhter Leistungsdruck für alle Schüler zu beobachten.
- Unzumutbare Wochen-Unterrichtszeit von bis zu 36 Std. in der Sek.-Stufe I.
- Hinzu kommen Hausaufgaben, zusätzliches Lernen für Klassenarbeiten und Förderstunden
- Auswirkungen auf die Familien:
- Eltern sind gezwungen, ihre Kinder bei den Hausaufgaben, beim Vertiefen von Lernmaterial und Vorbereitung von Klausuren bis in den späten Abend zu unterstützen
- Weniger Zeit für familiäre Begegnungen.
- Weniger Bildungsungerechtigkeit und verschärfte Auslese:
- G8 führt zwangsläufig zu einer Verschärfung der Auslese und weniger HochschülerInnen.
- Zunahme der Inanspruchnahme professioneller, kostenpflichtiger Nachhilfe, die sich nicht jede Familie leisten kann.
- Schulwechsel von Realschulen und Hauptschulen auf Gymnasien ist nahezu unmöglich.
- Gesellschaftliche Auswirkungen:
- Rückgang der Teilnahme junger Menschen an kulturellen, sportlichen und politischen Aktivitäten.
- Absenkung des Bildungsniveaus:
- G8 führt gegenüber dem G9 meist zu großen Unterrichtskürzungen von ca. 7% insgesamt, im Fach Deutsch und Mathematik sogar bis zu 20%
- Daraus resultiert natürlich auch erhebliches Einsparpotential an Lehrerstellen.
- G8 führt gegenüber dem G9 meist zu großen Unterrichtskürzungen von ca. 7% insgesamt, im Fach Deutsch und Mathematik sogar bis zu 20%
- Überwiegend finanzielle politische Motivation für G8:
- „1993 einigten sich bei einem Treffen in Potsdam nicht etwa die Kultus-, sondern die Finanzminister der 16 Länder darauf, den Ministerpräsidenten den bisher radikalsten Vorschlag zu machen: die bundesweite Abschaffung der 13.Klasse als Bestandteil des »Föderalen Konsolidierungsprogramms« zur Finanzierung des Solidarpakts.“ (DIE ZEIT, 07.02.2008, Artikel „Kinderarbeit“)
Jede Stimme zählt! Stimmen Sie hier.
PS: Bitte hinterlassen Sie einen persönlichen Kommentar für uns. Wir werden die sinnvollsten und häufigsten Argumente gegen G8 sammeln und in unserem Brief an die Bildungsminister einbeziehen.



